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10 Jahre Johanniter Jugendlager

Im Sommer 2007 ist es zehn Jahre her, dass zum ersten Mal ein Johanniter-Jugendlager stattfand. Strenggenommen war also bereits das letztjährige Jugendlager in der Herzogsägmühle das Jubiläumslager, aber die zehn Jahre - von 1997 bis 2007 - die werden dieses Jahr im August voll. Das ist für mich ein Grund, um dankbar zurückzublicken. Ich tue dies aus der Sicht eines Helfers, denn damals war ich noch nicht Mitglied des Ordens. Meine Erinnerungen sind also keineswegs vollständig und bedürfen wahrscheinlich der Ergänzung durch manchen „älteren" Ritterbruder.
Es war im Winter 1996, beim Blick aus dem Fenster erinnerte nichts an den Sommer. Und dennoch tagte zweiwöchentlich eine Gruppe von jungen Leuten, meist im Johanniterzentrum in der Münchner Schäftlarnstra8e. Der Anstoß war von Felix Schulte gekommen, der Anregungen wohl auch bei den Maltesern gefunden hatte und nun dafür warb, dass die Johanniter körperlich und geistig behinderten jungen Menschen eine Woche Sommerurlaub in einem Zeltlager ermöglichen und damit auch deren Familien entlasten sollten. Unterstützung erhielt Felix Schulte aus dem Orden, und zwar insbesondere vom Kommendator der Bayerischen Genossenschaft, Ludwig Graf und Burggraf zu Dohna. Die Johanniter Karl-August Graf Kospoth, Nico v. Grundherr, Marcus Prüssing und Ulrich v. Buol waren ebenso von der ersten Stunde an dabei wie die ganze Familie Hilber - um nur einige Beispiele zu nennen. Und auch zahlreiche Gaste des Ordens wurden gefragt, ob sie Interesse daran hätten, ein Jugendlager für behinderte Menschen aufzubauen. Darunter waren Jorg Roth, Sabine Ludyga und auch der Verfasser.
Ein Zeltlager plante man, und nicht etwa das unwirtliche Winterwetter 1ieß dies Unterfangen irreal erscheinen, sondern es waren vielmehr die Zweifel, ob das gelingen könne. Erfahrungen gab es zwar, aber sie waren nicht in der Praxis erprobt. Würde es funktionieren, einige Zelte auf eine Wiese zu stellen, Helfer bereitzuhalten, Gäste einzuladen - denn so sollten die Behinderten genannt werden, das war klar - und für die Logistik zu sorgen? Woche für Woche wurde diskutiert, und es gab nicht wenige, die das ganze Projekt für undurchführbar hielten. Erst optimistische Einschätzungen wie etwa durch den Ritterbruder und Chefarzt Graf Arnim ebneten hier manchen Weg, ließen manchen Skeptiker einlenken. Und woher nur einen Zeltplatz nehmen? Mit einer romantischen Waldlichtung war wenig anzufangen. Vielmehr wurden Behindertentoiletten, Küchenservice, Parkplätze und eine regensichere Halle benötigt. Die Herzogsagmühle bot sich an, und sie ist bis auf eine Ausnahme auch der Platz für alle Johanniter¬Jugendlager in Bayern geblieben. Doch auch mit den dortigen Verantwortlichen mussten bei allem erkennbaren Wohlwollen viele Gespräche geführt werden, bis die Johanniter wirklich grünes Licht hatten. Und wie sollte das Programm aussehen? Wie viel Unterhaltung benötigten die Gaste, was würde sie überfordern? Der Verfasser dieser Zeilen übernahm die Planung der Tagesablaufe, und er packte weniger Programmpunkte hinein, als zunächst angedacht waren - viel weniger! Dazu waren Erfahrungswerte aus Bethel von Nutzen.
So stand schliefßlich das Team des ersten Jugendlagers. Die Leitung lag bei Felix Schulte, die Programmgestaltung bei Sebastian Sigler, für die Finanzen zeichnete Jörg Roth verantwortlich. Dabei hat es sich damals bewährt, dass die alleinige Gesamtleitung des Lagers in einer Hand lag.
10 Jahre lang gibt es nun das Johanniter-Jugendlager - von 1997 bis 2007. Viel ist seitdem geschehen, viele damals eingeführte und mit viel Bangen betrachtete Neuerungen von damals sind heute Routine, viele neue Helfer konnten gewonnen werden. Bedenkt man, wie wenig am Anfang klar war, sind diese zehn Jahre eine bedeutende Spanne auf dem Weg zur Entwicklung einer faszinierenden Aktion zum Nutzen der Schwächeren, zum Nutzen der Herren Kranken, wie es die Leitsätze des Ordens sagen. Längst sind junge Männer und Frauen, Evangelische und Katholische sowie Menschen aus den verschiedensten Ländern in der Weiterführung der Idee des Johanniter-Jungendlagers gleichberechtigt beteiligt. Möge das noch lange so bleiben! Und möge sich das Jugendlager des Johanniterordens nebst seinen Filiationen weiterhin so überaus würdig in die uralte Ordenstradition einreihen!

Sebastian Sigler, ER


© 2008 Der Johanniterorden, Berlin